Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1826)
Entstehung
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zu gehen.Nur Er vermag, Sie fuͤr das Gute, was Sie mir heute erwieſen, zu belohnen!

Ein ſolcher Segen wuͤrzt ein Dutzend Baͤlle auf, dachte Maria, indem ſie ihre Freundin

zaͤrtlich umarmte.

Im naͤmlichen Augenblicke hoͤrte man einen

Wagen heran rollen und eine ungewoͤhnliche Ge⸗ ſchaͤft gkeit unter den Dienſtleuten. Kaum hatte man aber recht gehorcht, als ſchon die Thuͤre auflog und Mſtrs Lennoxr ſich von den Armen ihres Sohnes umſchloſſen fuͤhlte.

Einige Minuten hindurch waren ihre Ge⸗

fuͤhle zu ſtark fuͤr andere Worte, als die:mein

Sohn! meine Mutter! Endlich aber erhob der Sohn ſeine Augen, um das Antlitz ſeiner

Mutter beſorgt zu pruͤfen. Aber, o Jam⸗ mer! kein Strahl aus den ihrigen leuchtete ihm

entgegen. Mit jener Leerheit, die den Erblinde⸗ ten eigen iſt, und die unendlich mehr ans Herz greift, als der Ausdruck des belebten Auges, ſtarrte die arme Dulderin, nach dem leeren Raum, den ihre Einbildungskraft mit dem theue⸗ ren Bilde beſeelt hatte.

Der herzzerreißendſte Gram ergriff den Sohn, als er ſeine hoͤchſte Furcht beſtaͤtigt fand. Von Schmerz uͤberwaͤltigt, erhob er ſeine Augen gen Himmel und warf ſich an die Bruſt ſeiner Mutter. Als Maria aus dem Zimmer eilte, hoͤrte