Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1826)
Entstehung
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Der Gedanke, wie ſehr es ihrer Couſine mißfallen wuͤrde, wenn ſie wegen einer ſolchen

Urſache nicht zuruͤckkehrte, machte, daß Marie

einen Augenblick mit ihrer Antwort zoͤgerte. Ihre Gefuͤhle hielten ſie aber ab, die Urſache ihres Bedenkens zu nennen..

Wie gefuͤhllos wuͤrde es ſcheinen unter ſolchen Umſtaͤnden von Baͤllen zu reden, dachte ſie.Welch' ein ſchmerzlicher Contraſt waͤre dies! Emilie wird mich gewiß nicht tadeln, und vermiſſen wird mich niemand. In dem Eifer ihrer Empfindungen verſprach ſie zu blei⸗ ben; doch nicht ohne einen Seußzer uͤber den Verluſt des mufgeopferten Vergnuͤgens. Sobald das Opfer aber einmal gebracht war, wich auch jener kurze Schmerz, und Maria widmete ſich von dem Augenblick an dem Geſchaͤfte, die trau⸗ rigen Gefuͤhle ihrer ehrwuͤrdigen Freundin zu be⸗ ſaͤnftigen.

Mariens gut geleitete Bemuͤhungen wurden von dem erwuͤnſchteſten Erfolge gekroͤnt. Sie las, ſprach, ſpielte und ſang nicht in freudiger Weiſe, ſondern in dem ſanften Ton, welcher mit

traurigen Empfindungen uͤbereinſtimmt, und ge⸗ noß bald die Genugthuung, den Gegenſtand ihrer

Sorgfalt, in die vorige ſtille Ergebenheit zuruͤck⸗ kehren zu ſehen.

Gott ſegne Sie, liebſte Maria! ſagte

Mſtrs Lennox, als ſie ſich trennten, um zu Bette