Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1826)
Entstehung
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gen mit Finſterniß geſchlagen ſind! O! er wird die Zaͤrtlichkeit der Mutter in ihnen ſuchen, und nichts als Kaͤlte und Schweigen darin erblicken!

3Er wird Sie aber auch ergeben und zu⸗ frieden finden, ſagte Maria, waͤhrend ihre Thraͤnen, auf die Hand der Blinden, die ſie an ihre Lippen druͤckte, herabtraͤufelten.

Ja, es iſt Gott bekannt, daß ich mich nicht gegen ſeinen heiligen Willen empoͤre. Nicht uͤber mich weine ich, ſondern uͤber meinen Sohn! Wie wird er es zu ertragen vermoͤgen, die Mut⸗ ter, die er ſo ſehr liebte und verehrte, jetzt blind,

alles Gluͤcks beraubt und huͤlflos zu erblicken! Die Wunden ihrer Seele ſchienen, uͤber die Ruͤck⸗

kehr des geliebten Sohnes, aufs neue zu bluten.

Maria bot alle Kraͤfte ihres Verſtandes, alle Zaͤrtlichkeit ihres Herzens auf, um die trau⸗ rigen Bilder, die in der Seele ihrer Freundin aufſtiegen, zu verſcheuchen. Sie gewahrte aber bald, daß nicht ſowohl ihre Ueberredungskunſt, als vielmehr ihre Gegenwart die erwuͤnſchte Wir⸗ kung hervorbrachte; ſie in der gegenwaͤrtigen Lage zu verlaſſen, ſchien daher unmöglich. In ihrer heftigen Gemuͤthsbewegung hatte Mſtrs Lennox es gaͤnzlich vergeſſen, weshalb Maria nach Hauſe reiſen wollte, und bat ſie daher aufs dringendſte und unwiderſtehlichſte, bis zur An⸗ kunft ihres Sohnes, bei ihr zu bleiben.

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