Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1826)
Entstehung
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Ja, Gott ſei geprieſen! Noch einmal werde ich die Stimme eines lebenden Kindes ver⸗ nehmen! O, wie oft hoͤre ich die Stimmen, die der Tod zum Schweigen brachte, ſich in meinem Herzen erheben! Ich bin nunmehr daran ge⸗ woͤhnt, aber daß er jetzt in das verwaiste Haus zuruͤckkehren ſoll, der Gedanke durchdringt meine Seele! Wie er dieſe Wohnung zuletzt ver⸗ ließ, hatte er noch einen Vater, Bruͤder und eine Schweſter, jetzt findet er alle ver⸗ ſchwunden!

Es wird in der That eine traurige Ruͤck⸗ kehr ſeyn, ſagte die alte Haushaͤlterin, ſich die Augen trocknend.Der Oberſte liebte ſeine Ge⸗ ſchwiſter ſo ſehr, als ſie ihn! Ach, ſie liebten einander uͤber alle Beſchreibung! Wie ſehr oft ſahe ich hier in dieſem Zimmer, wie ſie mit ih⸗ res Vaters Hut, und Degen ſpielten und aus⸗ riefen: auch ſie wollten Soldaten werden!

Maria ermahnte die gute Frau, lieber zu

ch weigen, bemuͤhte ſich hierauf, die trauernde Mutter zu beſaͤnftigen und ihr die Freude, wel⸗ che ihr Sohn bei ihrem Anblick genießen wuͤrde,

zu ſchildern. Mſtrs Lennor ſchuͤttelte traurig das

Haupt.

Ach, welche Freude kann er genießen, wenn er mich in dieſem Zuſtande findet! Ich habe ihm mein ſchreckliches Loos zu lange ver⸗

borgen. Er weiß es nicht, daß dieſe armen Au⸗