Rur kurze Friſt iſt unſer Erdenſeyn,
Zum Gang auf rauher Bahn ſind wir geboren.
Ach! das war auch des theuern Freundes Loos, Der nur voranging, den wir nicht verloren.
Auf immer hin! Der Thorheit Raſerei Spricht aus der gottesleugneriſchen Rede. Allein der Tod verliert die Schreckgeſtalt, Strahlt Licht von Jenſeits in des Grabes Oede.
Auf immer hin! O trauriges Geſchick!— Sieh die Natur, die dir ein Bild enthuͤllet Vom gluͤcklicheren Loos der Sterblichen,
Ein Bild, das jedes Herz mit Luſt erfüllet.
Der duͤrre Zweig, die welke Blume wird
Dem Menſchen gleich, dem blaſſen Tod zum Staube. 1
Doch neubelebt ſchmuͤckt ſie der Sommertag
Mit Farbenpracht und Duft und jungem Laube.
Und nur des Menſchen Schickſal ſollte ſeyn
Zu fallen, um nie wieder zu erſtehen?—
Das edelſte der Weſen waͤre da, Umſonſt zu leben, ſpurlos zu vergehen?—
Auf immer hin! Verzweiflungsvolles Wort!—
Sieh auf zum Himmel, ſieh das Meer, die Erde!
Und lies des Herrn Verheißungen darinn
Und glaube, daß er dich erwecken werde.


