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3 22 Todtenhofes zu oͤffnen, aber das Schloß war
eingeroſtet und wollte ſich nicht aufthun. Hier⸗
auf fing man an, einen Theil der Mauer nie⸗ derzureißen. Duncan glaubte dies wuͤrde ſeinem Herrn unangenehm ſeyn, und rief deshalb der Prozeßion mit lauter Stimme zu, von ihrem Vorhaben abzuſtehen,— aber vergeblich;— Nie⸗ mand ſchien ihn zu hoͤren. Endlich wurde die Mauer abgetragen„ und der Sarg hinuber ge⸗ hoben. In dem nemiichen Augenblick durchbrach die Sonne den Nebel und beleuchtete ein nen aufgeworfenes Grab, und als nan den Sarg hineinſenkte zerbrach der Deckel und Sir Mur⸗ döch ſelbſt war in ſeinen Sterbekleidern, ſichtbar. Der Nebel wurde aufs neue dichter, Duncan konnte nichts mehr ſehen und kam faſt bewußt⸗ los nach Hauſe. Wie er aber uͤber ſeine Schwel⸗ le trat, fand er ſich von kaltem Schweiß be⸗ deckt und ſo bleich als ein entſeelter Koͤrper. Alles was er zu ſagen vermochte, war, er habe das Begraͤbniß des Gebieters vom Schloß Do⸗ chart geſehen.
„Den andern Tag,“ fuhr der Erzaͤhler fort,“
„war Duncan beſonnerer, und erzaͤhlte das, was
Sie eben hoͤrten. Drei Tage nachher traf die Todesnachricht meines Vaters ein. Ein Schlag⸗ ſtuß deſiel ihn, als er eben eine zahlr iche Ge⸗ ſellſchaft, zur Feier der Verheirathung ſeines
Verwandten, bewirthete. Acht Tage darauf zog
ſein Leichenzug durch das Thal Glenvalloch, ge⸗ nau ſo wie Duncan Maccrge ihn beſchrieben
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