volle Band, welches ihn an die Sterblichen knuͤpfte, auf immer? oder ſind die Erinnerungen an das irdiſche Leben vielleicht einem Morgen⸗ traum aͤhnlich oder dem Thau auf der fruͤhzei⸗
unſeren Kümmer? oder zerriß das geheimniß⸗
tigen Blume? Betrachtungen, wie dieſe, draͤn⸗
gen ſich jedem Herzen auf. Der Menſch fuͤhlt ihren Einfluß, ohne ihren Werth immer aus⸗ druͤcken zu koͤnnen. Die Grundurſache iſt ſtets die nemliche, obgleich die Wirkung verſchieden.
In der Familie, die den unbeſeelten Koͤrper des Mannes, welches der Mittelpunkt ihres haͤus⸗ lichen Kreiſes war, umringten, aͤußerte ſich der Schmerz unter mancherlei Geſtalten. Der ru⸗ hige und maͤnnliche Kummer des Sohnes, die frommen Gefuͤhle ſeiner Gattin, Mariens jugend⸗ liche Erſchuͤtterung, das aberglaͤubiſche Wehkla⸗ gen der Schweſtern und das laute Jammerge⸗
ſchrei der Toͤchter; dieſes alles entſprang aue
der nemlichen Quelle, aͤußerte ſich aber nach der
Weiſe eines jeden Individuums. Selbſt die
hartherzige Lady Maclaughlan empfand eine Art von Theilnahme, und blieben gleich ihre Augen rrocken, ſo ſuchte ſie dennoch ihre Freunde auf die ihr eigene Art zu troͤſten.
Die Gaͤſte, welche noch nicht hatten abreiſen
koͤnnen, blieben im Geſellſchaftszimmer zuſammen, und zwar in jener unruhigen feierlichen Stim⸗ mung, die demjenigen Mitgefuͤhl eigen iſt, das gern die Empſindungen Anderer erhoͤhen moͤchte,
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