7 ſorgfaͤltig ausgewaͤhlt,— und ſie ganz beſonders an den Laird richten, der laut ſchnarchend in ſeinem Lehnſtuhle lag, aber dennoch bei jeder Pauſe mit einem muͤrriſchen,„Na nur weiter!“ auffuhr. Hierinnen beſtand die ganze Ausuͤbung der religioͤſen Pflichten der Familie von Glenfern. Ihre moraliſchen Tugenden trugen ungefaͤhr das nemliche Gepraͤge. Struͤmpfe ſtricken, mit der Dienerſchaft brummen, zerbrochenes Porzellan kitten, Hauben aufſtecken, die Armen ausſchmaͤ⸗ len und die Lady Maclaughlan verehren, war der Innbegriff ihrer praktiſchen Lebensweisheit. Dieſes waren aber nur die Tugenden der reife⸗ ren Jahre, welche ihre Schuͤlerinnen zwar zu er⸗ langen hoffen, aber noch nicht ausuͤben durften. Die Verdienſte der juͤngeren Fraͤuleins beſtanden darin, eine aufgegebene große Anzahl von Weißzeug zu ſaͤumen; aut die erbaͤrmlichſte Art im Leſen und Schreiben unterrichtet zu werden; die Noten auf dem Spinnet zu lernen, und ge⸗ legentlich ein eiſernes Halsband zu tragen. Waren dieſe Fertigkeiten, die mit vielen Ruͤgen und haͤufigem Tadel eingepraͤgt wurden, im funf⸗ zehnten Jahre erlangt; ſo wurde das junge Fraͤulein in die Koſtſchule einer kleinen Landſtade geſchickt, in der ſie die hoͤchſtmoͤgliche Bildung er⸗ reichen ſollte, und der Meinung der Tanten nach, auch erreichte.
Es iſt leicht zu erachten daß die Art des Unterrichts der Mſtrs: Douglas nicht mit den


