Teil eines Werkes 
2. Theil (1822)
Entstehung
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Seine Lebhaftigkeit und ſein gutes Anſehen zeich⸗ neten ihn bald aus, und ſetzten ihn uͤberall in Achtuhg. Seine Schweſter kam in eines der beruͤhmteſten Klöſter in Frankteich, auf Koſten der Prinzeſſinn. Nachdem ſie zwey Jahre da⸗ ſelbſt zugebracht hatte, kam ſie mit ihrem Bru⸗ der in ihr Geburtsland zuruͤck; beide behielten die zartlichſte Erinnerung an die empfangenen Wohlthaten.

Nach dieſer naͤheten Schilderung von Flo⸗ ra's Charakter, will ich ſchnell ihr Bild ent⸗ werfen. Die Natur hatte ſie mit ihren Ge⸗ ſchenken überhaͤuft, und die Erziehung hatte ihr jenes artige Betragen gegeben, welches ſie un⸗ fehlbar erlangen mußte, da ſie von der zarte⸗ ſten Jugend an, in der Geſellſchaft einer erha⸗ benen Fuͤrſtinn lebte. Hier hatte ſie es nicht gelernt, eine luͤgenhafte Hoͤflichkeit den wahren Empfindungen des Herzens unterzuſchieben. Als ſie ſich auf die einſamen Felſen von Glenns— quvich beſchraͤnkt ſah, fuͤhlte ſie, daß ihre in der Franzoͤſiſchen und Italieniſchen Litteratur el⸗ langten Kenntniſſe ihr nur ſelten von Nutzen ſeyn wuͤrden. Um ihre Zeit auf eine nuͤtzliche Weiſe auszufuͤllen ergab ſie ſich beſonders dem Studium der Muſik und der Dichtkunſt der al⸗ ten Barden ihres Vaterlandes. Sie fand ein

II. D

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