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Der Oberſt Lennor verlor keine Zeit, ſei⸗ ner Braut nachzufolgen, und Mariens Gluͤckſe⸗ ligkeit erreichte ihren Gipfel, als ſie ſah, wie warm und herzlich ihre Wahl von ihren Freun⸗ den gebilliget wurde
Die drei Tanten, jezt mit ihren noch un⸗ verheiratheten Nichten, die einzigen Bewohner des Schloſſes Glenfern, waren anfangs nicht ganz entſchieden in ihren Meinungen. Miß Jo⸗ hanna warf mißtrauiſche Blicke auf den Tod⸗ feind des Stammes der Maclaughlan. Durch ſeinen Frohſinn und ſeine Gutmuͤthigkeit beſiegte er jedoch, bei naͤherer Bekanntſchaft, den Widerwillen der alten Jungfrau ſo ſehr, daß ſie erklaͤrte, er ſei ein gut unterrichteter ange⸗ nehmer junger Mann, der zwar ſtolz ausſehe, es aber nicht im mindeſten ſei.
Miß Nicoline hielt ihn, dem Anſehn nach, fuͤr lecker, und verſicherte, ſie konne leckere Maͤn⸗ ner nicht ertragen. Aber Nicolinens Furcht verſchwand, als ſie ſah, wie gut ihm ein von ihr zubereiteter Schafskopf ſchmeckte, ungeach⸗ tet er nie zuvor von einem geſpeißt hatte.
Die juͤngeren Fräuleins verſicherten, Haupt⸗ man Macnab habe doch einen feineren Teint, und waren neugierig— ob Oberſt Lennor ſich auch, wie jener, in voller Uniform werde trau⸗ en laſſen.
Aber Ach! alles irdiſche Gute iſt ſtets mit
Uebel vermiſcht! An Mariens Trauungstage,—
ein Tag weicher der Freude, dem Brautkuchen, dem Austheilen der Brautſchluppen, und den


