Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1826)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

203

Ach, liebes Mariechen! rief ſie, als ih⸗ re Nichte eintrat.Ach, wie lieb iſt es mir daß Du kommſt, ich wuͤnſchte ſo eben Dich hier zu haben. Du ſtellſt Dir nicht vor, welches Ungluͤck Dein geſtriger Beſuch anrichtete. Es iſt wahr und wahrhaftig jammer und ſchade, daß Du ein Woͤrtchen zu Sir Si mſon, von Dei⸗ ner Heirath ſagteſt. Aber folglich will ich Dich nicht tadeln, liebes Mariechen. Du konnteſt es nicht verhuͤten, das weißt Du, und ſo graͤme Dich auch nicht, denn das beſſert nichts, weißt Du wohl. Nur wenn Sir Simſon ſterben ſoll⸗ te, dann mußt Du wahr und wahrhaftig glau⸗ ben, daß Du ihn ums Leben brachteſt, und das wird mich auch um mein bischen Leben bringen. Ein ſolcher Fund O, Mariechen! Eine Fluth von Thraͤnen erſticte Grisheldens Stimme.

Beſte Tante, ſagte 2 Naria,Sie muͤſ⸗ ſen ſich wahrlich irren. Sir Simſon ſcheint ſich meiner nicht zu erinnern. Es iſt daher voͤllig unmoͤglich, daß ich ihm Schmerz oder Unruhe verurſachen koͤnnte..

O, ganz gewiß! rief Grishelde. Es ſteht gar nicht zu läugnen, daß Sir Simſon Dich nicht ſollte vergeſſen haben, Mariechen. Und ein Wunder iſt's auch nicht, Du ſo lan⸗ ge abweſend warſt; aber ich behanpte, daß er, Dich doch noch kennen wird. Aber ich hoſfe, beim Himmel, daß er Dich nie als Mſtrs Len⸗

nor kennen lernt, Mariechen! Das würde ihm