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haͤtte dienen koͤnnen. Bei alle dem wußte ſ ie doch ſtets einen Leitfaden zu ihren Uebelthaten aufzufinden, allein jezt gerieth ſie in ein ſolches Labhrinth von Vermuthungen, daß ſie ſich nicht herauszufinden wußte; am allerwenigſten konnte ſie begreifen, was ihr Geliebter ſollte verbrochen haben. So große Uebertreibung ſie auch Johan⸗ nes Feder zugeſtand, ſchien ihr doch ſo viel klar, daß ihre Tante auf irgend einen Grund bauen muͤſſe, ſo ſeicht er auch immer ſei.
Oft hatte es Marien ſeltſam geſchienen, daß, obgleich Lady Maclaughlan ihr ein Empfeh⸗ lungsſchreiben an Mſters Lennor gegeben habe, die beiden Familien dennoch keine Gemeinſchaft miteinander hatten, und daß, wenn ſie einer der Damen gegen die andere erwaͤhnte, Mſtrs Len⸗ nor nur mit Seufzer und Lady Maclaughlan mit He?! He?! antwortete. Von ihren Tanten er⸗ fuhr ſie die Wahrheit ſchwerlich. Grisheldens Ideen aͤhnelten allzuſehr einem verworrenen Zwirnknaͤuel, und Johanna uͤberſchoß ſtets das Ziel. Hätte ſie dem Oberſten die Geſchichte er⸗ zaͤhlt, ſo wuͤrde ſie ihre Tanten in einem laͤcher⸗ lichen Lichte dargeſtellt haben. Endlich entſchloß ſie ſich zu dem ſchweren Schritt, die Lady Mac⸗
laughlan um den Schluͤſſel zu dem ſhbilliniſchen
S hreiben ihrer Tante zu bitten. Als ſie in der Vrhauſung der Lady anlangte, fand ſie Gris⸗ he den allein im Zimmer, und ſichtlich in mehr als gewoͤhnlicher Unruhe.


