Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1826)
Entstehung
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19 me Geſchopfe, wie deine Tante Grishelde, ſchmie⸗ gen ſich freilich; dafuͤr werden ſie aber auch als Packeſel gebraucht, denen man alle Suͤnden und Beſchwerden der Familie aufbuͤrdet. Ein ſolcher wird unfehlbar aus Dir werden, wenn Du nicht Muth faſſen, und Dich dem Drucke entgegen⸗ ſtemmen willſt. Heirathe den Herzog und erhebe Dein Haupt über alle Deine Verwandten; das iſt mein Rath.

Du kannſt verſichert ſeyn, erwiederte Ma⸗ ria, daß wenuſich Deinen Rath befolge, ich ihn ganz und nicht theilweiſe befolgen werde.

In Deiner abſcheulichen Lage waͤre es frei⸗ lich am rathſamſten fuͤr Dich, Herzogin von Al⸗ tamont zu werden. Wie verächtlich Du blickſt! Komm, geſtehe mir ehrlich, wollteſt Du es wirk⸗ lich abſchlagen, Herzogin mit neunzigtauſend Pfund jährlicher Einkünfte zu werden, und lieber Ma⸗ ria Douglas, mit etwa vierzig Pfund bleiben?

Ohne Bebenken, antwortete Maria.

Alſo wollteſt Du, in der That, den Her⸗ zog von Altamont nicht heirathen! rief Emi⸗ lie.Nicht daß ich ihn für mich behalten moͤch⸗ te; da aber Du und ich, obgleich Herzensfreun⸗

dinnen, uͤber die meiſten Dinge ſehr verſchieden denken, ſo möchte ich wohl ergruͤnden, warum wir in dieſer Sache ſo ganz gleiche Anſichten haben. Sehr verſchiedene Gruͤnde fuͤhren oft zu dem