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guͤltigkeit an; aber ſie wurzelten tief in ihrem Herzen, das ſchon hinlaͤnglich von Stolz, Neid und Ehrſucht angefüllt war. Der Gedanke, daß ihre Schweſter, die ihrer Meinung nach, ſo weit unter ihr ſtand, eine glaͤnzendere Verbindung eingehen ſollte, dieſer Gedanke war nicht zu er⸗ tragen. Freilich liebte ſie den Lord Lindore, und wähnte ſich wieder geliebt; aber ſelbſt die⸗ ſes war nicht hinreichend, die nagenden Leiden⸗ ſchaften eines verderbten Gemuthes zu befriedigen. Wahr iſt's, daß ſie nicht alles, was ihre Cou⸗ ſine ihr vorſchwatzte, auf Treu und Glauben annahm; aber die Moͤglichkeit, daß ſo etwas ſich zutragen könne, erregte ſchon ihre Galle. Nicht blos die Eiferſuͤchtigen finden ſich durch Kleinigkeiten geplagt, ſondern jede böſe Neigung, jedes unrechtmaͤßige Gefuͤhl, führt ſeinen Gift mit ſich, das den erwartenden Genuß, des ver⸗ derbten Menſchen toͤdtet.
Maria empfand die vermehrten uͤblen Lau⸗
nen, welche dieſer Gegenſtand auf ſie zog, ohne
jedoch die wahre Urſache davon ergruͤnden zu koͤnnen. Sie bemerkte jedoch, daß die Art der
Unterredung ihrer Mutter und Schweſter hoͤch⸗
lich mißſiel, und bat daher Emilien, mit vielem Ernſt, dem Scherz ein Ende zu machen.
„Das werde ich wohl bleiben laſſen,“ er⸗
wiederte Emilie. Ueberdies ſcherze ich ganz und
gar nicht, ſondern ich bin vollig uͤberzeugt, daß
es nur an Dir liegt, Herzogin von Altamont zu Eheſtand Zr Bd. B
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