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Lady Juliane, die jeder Scherz beleidigte, weil ſie keinen verſtand, fuhr zornig von ihrem Sitze auf, durchſtrich das Zimmer, und ſtieß in ihrer Heftigkeit, eine mit Blumen gefuͤllte Vaſe um, welche Scene Emiliens Spaß ein Ende
machte.
Am andern Tage, ſtattete Mſtrs Wright, mit ihrem Sohne, den die Mutter ſichtlich ge⸗ ſtimmt hatte, ſich auf den erſten Blick verlieben zu ſollen, einen Beſuch ab. Herr Wright war ein recht huͤbſcher, ſanftmuͤthiger, junger Mann,
von gefaͤlligen Sitten. Maria, der ſeine Abſich⸗
ten nicht klar waren, hielt ihn keineswegs fuͤr ſo veraͤchtlich, als Emilie ihn geſchildert hatte.
„Jetzt,“ rief Emilie, als die Fremden ab⸗ gereiſt waren,„jetzt nimmt der Roman ſeinen Anfang. Die Liebhaber kommen Schaarenweiſe aber alle um Mariens willen. Wie kraͤnkend fuͤr Dich, Adelaide, und fuͤr mich Ungluckliche! Auf dieſe Weiſe iſt es uns verſagt, mit unei⸗ gennuͤziger Liebe zu prahlen,— niemand bleibt
uns abzuweiſen,— niemand koͤnnen wir entſagen.
Man wird ſich genoͤthigt ſehen, meinen Eduard
fuͤr eine gute Parthie fuͤr mich zu halten, und
Dich für glaͤnzend verheirathet, wenn es Dir gelingt, meinen Bruder zu feſſeln: den armen Lord Lindore, wie die fatale Placid ihn nennt.“
Adelaide hörte zwar die Stachelworte ih⸗
rer Couſine, ſchweigend und mit verſtellter Gleich⸗
gůl


