Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1826)
Entstehung
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Schweſter. Emilie war jedoch nie geneigt, die

Folgen von irgend etwas zu erwaͤgen, indem ſie ſich blos um die gegenwärtige Wirkung kuͤm⸗ merte. Daher ließ ſie ſich nicht irre machen, ſondern erzaͤhlte, ihrer Behauptung nach, in vol⸗ lem Ernſte, aber in den uͤbertriebenſten Ausdrä⸗

cken, wie ſehr der Herzog Marien bewundere,

und wie ſie feſt und ſicher glaubees hienge blos von Marien ab, ſobald die Trauerzeit des Herzogs, die ſich ihrem Ende nähere, voruͤber ſei, Herzogin von Altamont zu werden. Jeder⸗ mann wiſſe ohnehin, daß der Herzog Erben zu haben wuͤnſche und ſich nach einer Gemahlin um⸗ ſehez folglich:Vivat die neie Herzogin von Altamont!

Ich muß Dich erſuchen, Lady Emilie, ſagte die zaͤrtliche Mutter, Dir einen andern Gegenſtand fuͤr Deinen Witz auszuſuchen, und dem Mädchen nicht den Kopf mit dergleichen Thorheiten zu verdrehen: Es hat ohnehin ſchon zu viele Flirren der Art.

Huͤten Sie ſich, etwas gegen die kuͤnftige Repräſentin der koniglichen Majeſtaͤt zu ſagen, es kann ſchon jetzt zum Hochverrath werden; verſetzte die vorwitzige Emilie.Jedoch hoffe ich, daß Ihre Gnaden ſo großmuͤthig ſeyn wer⸗ den, wie Heinrich der Fuͤnfte, und daß die Her⸗ zogin von Altamont, die der Maria Douglas widerfahrne Beleidigungen nicht raͤchen wird.