Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1826)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

5

ſagte der General, mit einer Verbengung und mit vergnuͤgter Miene uͤber ſeine glänzende An⸗ ſpielung aus Macbeth.

Da man dieſe Anſpielung eben ſo gut für Spott, als für Schmeicheleien halten konnte, ſo ließ Mſtrs Wright, ſie großmuͤthig ohne Ruͤ⸗

ge, durchſchluͤpfen. Eine Menge Beſuchende

ſtroͤmten jetzt ein. Die unerträgliche Mſtrs Wright gab ſich die ungebetene Mühe, jeden

Eintretenden darauf aufmerkſam zu machen, wie

zum Erſtaunen wohl die traurige Wittwe ſich befinde, und wie ſehr ihr gutes Ausſehen zu be⸗ wundern ſei.

Durch die froͤmmſten Seußzer, durch beden⸗ tendes Kopfſchuͤtteln und vertrautes Fluͤſtern, von welchem die ſämmtlichen Anweſenden die Wor⸗ te verſtehen konnten: bewundernswuͤrdige Frau unglaubliche Geiſtesſtaͤrke! gaͤnzlich darnieder⸗ geſchmettert! wird ſicher dafür büßen muͤſſen!

Durch alle dieſe ſchonen Floskeln, beſtrebte Mſtrs

Finch ſich zwar, den Wirkungen jener unverſtaͤn⸗ digen Bemerkungen entgegen zu arbeiten, aber vergeblich; denn die aufgeworfenen Lippen und die geruͤmpfte Naſe der Mitrs Wright glichen eben ſo vielen Dolchſtichen. Endlich erinnerte die unvermeidliche Quälerin ſich einer Verbind⸗ lichkeit, irgend wohin fahren zu muͤſſen, und be⸗

urlaubte ſich mit dem Verſprechen, wo moͤglich

den andern Tag wieder zu kommen. Ihre Freun⸗ din beſchloß jedoch bei ſich ſelbſt, ihre Maßre⸗