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alle ihre Pläne, ſie vernichtete alle ihre ſchön ein⸗ gelernten Reden, ja ſogar ihre ſchmachtenden Trauerblicke;— aber ſie auf gute Art los zu werden, war unmoͤglich. Die Wahrheit zu ge⸗ ſtehen, ſo war Mſtrs Wright auch nichts weni⸗ ger, als eine liebenswuͤrdige Geſellſchafterin. Sie fand ein boshaftes Vergnügen darinnen, die⸗
jenigen zu plagen, die Sie nicht leiden mochte,
und in dieſer Kunſt war ſie ſo geuͤbt, daß die Gequalten ſich nicht einmal beklagen konnten. Ihre Kenntniß des menſchlichen Herzens war ſo groß, daß man hätte glauben ſollen, ſie verſtehe ſogar die Gedanken ihrer Schlachtopfer zu leſen. Nach einer großen Anſtrengung, ihren Aerger zu unterdrücken, wandte Lady Mathilde ſich zu den beiden jungen Damen, bei denen ſie ſich ei⸗ nen beſſern Erfolg verſprach.
„Worte ſind zu ſchwach,“ ſagte ſie„um auszudrucken, wie hoch ich meinen Freunden, für ihre Theilnahme an meinen Leiden verpflichtet füh⸗ le— Leiden, die in der That Mitgefuͤhl heiſchen.
„Sehr traurige Leiden! rief der Herzog.
„Herzzerreiſſende Leiden!“ verſetzte der General.
„Nie ſah man großere!“ jammerte Mtrs Finch.
Die Wittwe trocknete ihre Augen und fuhr fort:„Ich fuͤhle, daß ich, trotz aller Anſtren⸗ gung, nur eine traurige Rolle ſpiele. Aber mei⸗


