Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1826)
Entstehung
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Mit einiger Schwierigkeit begriff Graf Cvurt⸗ land endlich, worin das Ungluͤck ſeines Schwa⸗ gers eigentlich beſtehe. Mit ſeiner gewoͤhnlichen Kaltbluͤtigkeit belächelte er ſeiner Schweſter Ein⸗ falt, verſt icherte ihr, Kingsbeuch ſei der angenehmſte Ort in der Welt, und daß mehrere ſeiner vertrau⸗ teſten Freunde, die dort herrliche Mahlzeiten gaͤben und das vergnuͤgteſte Leben fuͤhrten, ſich in die⸗ ſem Gefaͤngniße befaͤnden.

Ueberraſcht und entzuͤckt fragte die zaͤrtliche Gattin:Alſo muß er wirklich nicht von Waſſer und Brod leben, und iſt nicht gefeßelt und muß nicht auf Stroh liegen? O, dann bedarf er auch keines ſo großen Ritleidens. Doch glaube ich, er waͤre lieber aus dem Gefaͤugniße als drin⸗ nen

Der Graf verſprach, ihn den folgenden Tag frei zu machen. Juliane begab ſich mit einer beſ⸗ ſeren Vorſtellung von Gefängniſſen, an ihren Putztiſch.

Zum erſtenmal in ſeinem Leben erfuͤllte Graf Courtland ſein Verſprechen puͤnktlich. Ohne die beſondern Umſtaͤnde zu unterſuchen, uͤbernahm er Heinrichs Schulden und vetſchafte ihm die Erlaubniß, ſich in ein Fridregiment zu vertan⸗ ſchen, da im Begriff war, nach Oſtindien ab⸗ zugehen.