Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1826)
Entstehung
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228 kurz nach der Abfahrt ſeiner Gattin ließ Herr Shagg ihn gefangen ſetzen, dem er die unbeden⸗ tende Summe von zweitauſend und einigen hundert Pfunden fuͤr gekaufte, vermaͤkelte, vertauſchte, zuruͤckgegebene oder veranderte Wägen, ſchul⸗ dete.

Julianen uͤberfiel Angſt und Schrecken bei der Nachricht von der Gefangeunehmung ihres Gatten. Aus deutſchen und franzoſiſchen Romanen hatte ſſe ihre Begriffe von einem Gefaͤngniß geſchopft,*) und ſtellte ſich daher nur Inguiſitionskerker und Burgverließe vor. In ihren Gedanken waren Waſſer und Brod, Ketten, Strohlager und Fin⸗ ſterniß unzertrennlich von einer Einkerkerung. So gefuͤhllos und egviſtiſch ſie auch immer ſeyn moch⸗ te, ſo regte ſich denuoch ein natuͤrliches Gefuͤhl von Mitleiden fuͤr den Mann, den ſie einſt ſo zärtlich liebte, in ihrem Herzen.

Beinahe wahnſinnig uͤber das Schreckbild ih⸗ rer eigenen Schoͤpfung, eilte ſie in das Zimmer ihres Bruders und bat ihn, auf die verwirrteſte und unzuſammenbängendſte Weiſe, ihren armen Heinrich der in Ketten und Banden ſitze, zu befreien.

) Warum nicht quch aus den Romanen der Wſtrsz Radeliffe, des Herrn Lewis und ſo vielen andern angliſchen der Art? A. d. Ueb.