Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1826)
Entstehung
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Lieber Heinrich! Friedrich nahm mich aufs liebreichſte auf,

und raumte mir meine ehemaligen Zimmer ein,

die ſo veraͤndert ſind, daß ich ſie kaum wieder erkennen konnte. Lady Lindore, die in der That einen göttlichen Geſchmack hat, ließ ſie einrich⸗ ten. Die Zeit wird mir lange, bis ich dir die Herrlichkeit zeigen kann. Friedrich trug mir auf, Dich zum Mittageſſen einzuladen, und läßt dir ſagen, er wolle alle unſere Schulden bezahlen, ſobald er Geld bekomme. Denk' dir mur, daß er ſelbſt hunderttauſend Pfund Schulden hat, auſ⸗ ſer die des Papas und die der Lady Lindore. Ich verſichere Dir, daß ich mich beinahe ſchaͤmte, ihm die unfrigen zu nennen, es klang gar zu klein⸗ lich. Aber ein Troſt iſt's doch, wenn es andern Leuten noch uͤbler geht. Ich finde es in der That ſehr natuͤrlich, daß wir Schulden machen muß⸗ ten, da wir ja kein Geld zum Bezahlen hatten, waͤhrend Courtland, der ſo reich iſt, wie ein Jude, ſo in der Klemme ſteckt. Ich erwarte Dich um acht Uhr, bis dahin, addio mio caro,

1 Deine Juliane.

Du thuſt mir unendlich ieid.

Heinrich hatte nicht das Verguügen dieſes

zaͤrtliche und troſtreiche Schreiben zu erhalten. Denn

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