rend dieſer, mit der größten Gleichgultigkeit von ſich gegebenen Erklärung, ſpielte der Graf mit ſeinem Huͤhnerhunde.— Juliane war wie vom Blitze getroffen, und brach uͤber die Folgen der Großmuth und Freigebigkeit ihres Bruders in Thraͤnen aus.
Des Grafen Empfindſamkeit war mit ſeiner Grpßmuth verſchwiſtert. Wenn er bei Gelde war, ſo gab er es aus Leichtſinn und Trägheit hin, oder ließ ſich es, richtiger geſagt, noch lie⸗ ber nehmen. Ungluͤckliche ſah er ungern, weil ſie ihm laͤſtig waren. Deshalb verſicherte er ſei⸗ ner Schweſter ſchnell, das ſei ja nur eine Klei⸗ nigkeit; er wolle ſogleich ſeinen Geſchaͤftstraͤger beordern, ſeines Schwagers Angelegenheiten, in ſeinem Namen, in Ordnung zu bringen;— hoff⸗ te, er wuͤrde das Vergnuͤgen haben, ihn auf den Mittag bei ſich zu ſehen;— empfahl Julianen Faſanenpaſtete zum Gabelfrühſtuͤck;— rief ſei⸗ nem Carlo, und ritt von dannen.
So ſehr ſich Julicne in ihren Hoffnungen getaͤnſcht fand und ſo ſehr ſie der zerruttete Fi⸗ nanzzuſtand ihres Bruders kränkte, ſo ſchoͤpfte ſie dennoch, nach und nach, Troſt in dem Ge⸗ danken, wie unbedeutend ſich ihre Schulden ge⸗ gen die des Grafen verhielten. Hoch erfreut uͤber dieſe neuentdeckte, ſcharfſinnige Troſtesgeh , ſie Gatten


