Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1826)
Entstehung
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Julianens Kummer und Verzweiflung uͤher dieſe Anordnungen, uͤberſtieg, wie gewoͤhnlich, alle Schranken. Sie wollte ihren lieben, theuern Heinrich nicht von ſich laſſen. Sie koͤnne nicht ohne ihn leben, ſ e war ihres Todes gewiß. Heinrich wuͤrde ſerkrank werden und ſo gelb und ſo haß lich, daß, wenn er zuruͤck komme, ſie gar kei⸗ ne Freude an ihm hätte.

Heinrich hegte nie den mindeſten Zweifel, daß. FJuliane ihn begleiten wuͤrde, verſicherte ihr alſo auf der Stelle es ſei nie ſeine Wejnung geweſen, ſi ie zwrczulaſſen

Dies war nun ärger als arg! Zuliane wun⸗ derte ſich, wie ex nur ſo grauſam und albern ſeyn konne zu glauben, ſie wuͤrde ihre Freunbe verlaſſen und unter Wilden leben wollen. Sie habe ſchon genug gethan, daß ſie ſo lange zufrieden mit ihm

in Schottland gelebt; ein zweites Opfer der Art wuͤrde ſie aber um keinen Preiß bringen. Ue⸗

berdieß wiße ſie gewiß, ihr guter Bruder kön⸗

ne nicht ohne ſie leben. Heirathen wuͤrde er

ie wieder; wer ſollte ſich denn ſeiner lieben Kinder annehmen und ſie gehorig erziehen, wä⸗ re ſie es nicht? Auch würde es zu undank⸗ var von ihr ſeyn, wolle ſie den armen Fried⸗ rich, von allem was er fuͤr ſie gethan habe, verlaſſen.