Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1826)
Entstehung
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denkens faͤhig war, wuͤrde der traurige Anblick dieſes praͤchtigen Pallaſtes ganz andere Gefuͤhle

erweckt haben. In den Zimmern des verſtorbe⸗ nen Grafen ſtanden Thuͤren und Fenſter weit offen, die Moͤbeln waren verhängt und das gan⸗ ze gewaͤhrte den oͤden und froſtigen Anblick, welcher die ehemaligen Wohnungen der Abgeſchie⸗ denen bezeichnet. Julianen ſchanderte es, ohne zu wißen weshalb, als ſie durch dieſe Zimmer ging.

Die Wohnung der Lady Lindore zeigte ei⸗ nen nicht minder auffallenden Anblick. Gluͤcklich, wenn ihre gedankenloſe Nachfolgerin von der Lehre welche dieſe Zimmer darboten, haͤtte Nutzen ziehen wollen. Hier erblickte man alles was die eigenſinnigſte Laune, die grenzenloſeſte Verſchwen⸗ dung, der verfeinerſte Luxus ſich nur ausgedacht haben konnten. Das Schlafzimmer, das Anklei⸗ dezimmer, und das Bondvir waren ſaͤmmtlich mit einer Pracht eingerichtet, die ſich weit mehr fuͤr eine Sultanin des Oſtens, oder fuͤr eine griechi⸗ ſche Hetaͤre eignete, als fur eine brittiſche Haus⸗

frau.

Wie Lady Lindore dieſes himmliſche Boudvir verlaſſen konnte, begreife ich nicht, ſagte Juliane zu der alten Haushälterin.

Und ich begreife es noch weniger, Ihro Gna⸗ den, wie ſie es ubers Herz bringen konnte, dieſe

himm⸗