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ne einſtweilen ihre ehemaligen Zimmer beziehen, die Lady Lindore bisher bewohnt habe. Dann klingelte er, und befahl, die Haushaͤlterin ſolle Julianen hinauffuͤhren und die Kinder in die Kinderſtube bringen;— um acht Uhr ſpeiße er gewohnlich zu Mittage; nickte ſeiner Schweſter, als ſie das Zimmer verließ, freundlich zu, und las ſo ruhig weiter, als ſei nicht das mindeſte Außerordentliche vorgefallen.
Zehn Minuten nach ihrem Eintritt in Court⸗ landhaus, hatte Juliane größere Fortſchritte in religioſen und philoſophiſchen Grundſatzen gemacht, als waͤhrend ihrer ganzen neunjaͤhrigen Lebens⸗ zeit. Sie entdeckte nicht nur, daß„aus dem Uebel, Gutes entſpringt,“ ſondern ſie gab auch willig zu, daß„Alles zum Beſten geſchehe, und vaß Alles was Iſt, Recht iſt.“
Als die neue Philoſophin die glänzende, für
ſie beſtimmte Zimmerreihe uberblickte, ſagte ſie zu
ſich ſelbſt:„Wie gluͤcklich ſind doch alle dieſe Vorfälle füͤr mich ausgefallen! Wie gluͤcktich, daß, gerade als Papa ſtarb, Lady Lindore weg⸗ laufen und der General ſich verheirathen mußte!“ Kurz Juliane konnte nicht aufhören ſich uͤber die Veraͤnderung ihrer Lage zu erfreuen.
In einem nicht gaͤnzlich gefühlloſen Herzen und in einem Gemuͤthe, das nur einiges Nach⸗
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