Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1826)
Entstehung
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als ihr Gatte, hegte gleichfalls Hoffnungen

Fülle, und eben ſo gegruͤndete Erwartungen. Sie war ſicher und gewiß, daß wenn Papa wieder zur Beſinnung komme denn ſeit ſeinem Schlagfluß lag er in einer beſtaͤndigen Betäu⸗ bung ſo wuͤrde er ihr verzeihen und ſie zu ſich nehmen; zumalen da die nichtswuͤrdige La⸗ dy Lindore davon gelaufen ſei. Geſetzt auch er geneſe nicht wieder, ſo wuͤrde ſie doch eben ſo gut durch ſeinen Tod gewinnen. Zwar habe er erklaͤrt ſie ſolle keinen Schilling erben, das glaube ſie aber nimmermehr. Sie wiſſe gewiß, Papa wuͤrde nicht ſo grauſam ſeyn; ſelbſt wenn er es waͤre, ſo wuͤrde ihr großmüthiger Bruder ſie gewiß nicht im Stiche laſſen, und was dem mehr war. * Endlich zerplatzten die Seifenblaſen. Das nemliche Zeitungsblatt, welches die Vermählung des Generals William Cameron mit Jungfrau Juditha Broadeaſt anzeigte, verkuͤndete, in Aus⸗ druͤcken des tiefſten Schmerzens, das Ableben des verdienſtvollen Staatsmanns, Sr. Hochgebornen des Herrn Auguſt, Grafen vyn Courtland.

Schwache Menſchen wiſſen die Nittelſtraße nicht zu halten. Schwimmt die Hoffnung bei

ihnen oben auf, ſo findet ſich kein Gegengewicht

ſie zuruͤck zu halten, und zwiſchen ihr und der

Verzweiflung giebt es keine Abſtufungen. Das