Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1826)
Entstehung
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Gatten gleich.Die Tochter ſeines Haus⸗ hofmeiſters! Himmel! der bloße Gedanke machte ſie krank. Es war zu abſcheulich, zu uͤberna⸗ tuͤrlich! Den Mann muͤße man einſperren. Hein⸗ rich muͤße den Schimpf, der Verwandtſchaft we⸗

gen, nicht dulden. Es ſolle alten Maͤnnern

verboten ſeyn zu heirathen.

Und jungen gleichfalls, ſeufzte Heinrich, wie er an den gemißbrauchten Credit dachte, den ihm ſeine Glaͤubiger in der Vermuthung, er ſei dereinſt einziger Erbe des Generals, geſtat⸗ tet hatten. Heinrich ſah ſeinen Fehler nicht ſo⸗ bald vergeben, als er, mit jugendlicher Gedan⸗ kenloſigkeit, ihn auch fuͤr vergeſſen hielt, und glaub⸗ te, die Gunſt des Generals wieder eben ſo ſehr zu beſitzen als ehedem. Seine Freunde und die Welt hegten die nemliche Meinung. Als der kuͤnftige Beſitzer eines unermeßlichen Vermoͤgens, fand er leicht Credit, und bewirkte eine Schul⸗ denlaſt, die er nunmehr unmoͤglich abtragen konn⸗ te. Selbſt noch jetzt lebte er der Hoffnung der General habe ihn blos ſchrecken wollen; oder er wuͤrde noch nachgeben, oder aus der Hei⸗

rath wuͤrde nichts werden, oder der General

wuͤrde keine Erben bekommen. Mit dieſen

mächtigen Hoffnungen ſich troͤſtend, lebte man

einige Zeit laͤnger auf dem alten Fuß. Ju⸗

liane, der man die Gerechtigkeit muß wieder⸗

fahren laſſen, daß ſie nicht kleingläubiger war