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„Wie Jedermann. Man ſah ſie ſeitdem nicht wieder. Ihr Cicisbeo St. Leger wird gleich⸗ falls vermißt und es bleibt beinahe unzweifel⸗ haft, daß ſie mit einander durchgegangen ſind.“
Selbſt Julianen empoͤrte dieſe Nachricht, ob⸗ ſchon mehr die Thorheit, als das Verbrechen des Vorfalls Eindruck auf ſie machte. Heinrich war kein ſcharfer Beobachter und begnuͤgte ſich des⸗ haib mit Julianens Mißbilligung 6 Auffuͤhrung ihrer Schwaͤgerin.
Juliane erſchoͤpfte ſich in Schmaͤhreden uͤber die Entſprungene, dann fuhr ſie fort:„der ar⸗ me gute Lindore thut mir nur leid. Einen ſo großmuͤthigen Mann ſo zu hintergehen,— der bloße Gedanke iſt abſcheulich! Wäre er ein boͤsartiger Filz, ſo hätte es nichts zu bedeuten. Aber Friedrich iſt eine ſo edle Seele!— Ich bin uͤberzeugt, er gäbe mir auf der Stelle tau⸗ ſend Pfund, wenn ich ſie verlangte. Aus dem Gelde macht er ſich gar nichts.“
Lord Lindore ſoll, wie ich hoͤre, ſich die Geſchichte nicht ſehr zu Herzen nehmen. Aber,—
erſchrecke nicht, liebe Juliane,— Dein Vater ſoll, von ſeinem Jaͤhzorn uͤbernommen, etwas gelitten haben. Es uͤberfiel ihn eine Art von Schlag⸗ fluß. Fuͤr den Augenblick ſoll keine Lebensgefahr vorhanden ſeyn.“


