Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1826)
Entstehung
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Kurz darauf, als Juliane eben im Begriff war, in den Wagen zu ſteigen, um nach Bond⸗ ſtreet zu fahren, begegnete ihr Heinrich. Mit einem Ernſt, der jeden andern als ſeine queckſil⸗ brige Gattin ſtuzig gemacht haben wuͤrd, bat er ſie ins Haus zuruͤckzukehren, da er etwas Wich⸗ tiges mit ihr zu reden habe. Fuͤnf Minuten geſtand ſie ihm zu. Nachdem Heinrich die Thuͤre verſchloßen hatte, ſagte er ſehr ernſthaft: Mich duͤnkt, Juliane, du ſprachſt heute Morgen von Lady Lindore. Erzeige mir den Gefallen und wiederhole das was du ſagteſt. Ich war ge⸗ rade mit den Zeitungen beſchäftiget und muß ge⸗ ſtehen, daß ich nicht recht aufmerkte.

Die gnaͤdige Gebieterin wunderte ſich ſehr, daß Heinrich ſo albern ſeyn koͤnne, ſie einer ſol⸗ chen Urſache wegen aufzuhalten. Sie wiße wahr⸗ lich nicht mehr, was ſie geplaudert habe. Wie ſei es auch moͤglich? Es ſei ja ſchon ſeit einer Stunde.

Nun ſo ſage nur was du jetzt von ihr denkſt, rief Heinrich ungeduldig.

Was ich von ihr denke! Run, was alle Welt von ihr denken muß, daß ſie die glcklichſte Frau auf Gottes Erdboden iſt. Sie war vorige Nacht ſo ungemein ſchon und ſah ſo ſehr gut in ihrem Phantaſieanzug aus, ehe ſie ſich maskirte. Nachher verlor ich ſie aus dem Geſichte.