Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1826)
Entstehung
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2T7 Trotz der Erinnerungen ihres Gatten, be⸗ ſtand Juliane auf ihrem Vorſatz, den Ball ihrer Schwaͤgerin zu beſuchen, von dem ſie muͤde und von Vergnugen uͤberſaͤttiget nach Hauſe kam. Den andern Tag, als ſie bei ihrem Abendfruͤhſtuͤck ſaß, konnte ſie des Lobs kein Ende finden. Nach ihrer Behauptung war niemand in der weiten Welt ſo beneidenswerth als Lady Lindore. Solche Jumelen! ſolche Kleider! ſolch' ein Haus! ſolch' eine Gattin! ſo geſittet, ſo gutmuͤthig, ſo reich und ſo großmuͤthig! Lindore kuͤmmere ſich gar nicht um ſeiner Gattin Thun und Laßen. Sie moͤge Féten geben, wie ſie wolle, gehen wohin es ihr beliebe, Geld verthun nach Gefallen; er frage im Mindeſten nicht darnach. Sie wiße ganz gewiß, daß Lady Lindore nichts zu wuͤn⸗ ſchen uͤbrig bleibe, mithin muͤße ſie die gluͤcklich⸗ ſte Frau in ver ganzen Welt ſeyn! Dieſe gan⸗ ze Rede wurde dem Herrn Gemahl zu Ohren geſagt. Aber Heinrich hatte glucklicherweiſe die Kunſt erlernt, kaum ein Wort von vielen hun⸗ derten, die uͤber die Roſenlippen ſeiner angebete⸗ ten Juliane floßen, zu hoͤren. Nachdem er die Zei⸗ tungen geendet, in denen er ſich mit allen Heng⸗ ſten aͤchter Rage, Fuͤllen edler Herkunft und vor⸗ trefflichen Mutterpferden bekannt gemacht hatte, gaͤhnte er ſehr vernehmlich, pfiff ſich ein Stuͤck⸗ chen und ſchlenderte nach G's, um dort die neuen Ordonnanz⸗Epauletten zu betrachten.