Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1826)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

XXIII.

Einige Tage vor der erwarteten Fete be⸗ ſchloß Juliane, auf Anſtiften ihrer Rathgeberin, der Lady Gerard, es mit der Herzogin von L... aufzunehmen. Dieſe Dame hatte zu ei⸗ nem Conzert einladen laſſen. Es wurde alſo entſchieden, ihre Nebenbuhlerin ſolle etwas Unge⸗ woͤhnliches thun und auf dem nemlichen Abend

zur Kindtaufe einladen.

Douglas erfuhr die ihm zugedachte Ehre zu⸗ erſt durch die Zeitungsblätter; denn Mann und

Frau lebten bereits auf zu großem Ton, als

daß eins von den Planen des andern gewußt haͤtte. Heinrich war zuerſt nicht wenig erſtaunt, zunächſt erboßt und zuletzt vergnuͤgt uͤber den Glanz, mit welchem ſein Kind zur Chriſtin ge⸗ macht werden ſollte. Es war freilich ſeine Ab⸗

ſicht geweſen, ſeinen Wohlthaͤter, dem General

Camervn, zu Gevatter zu bitten, aber Juliane erklärte, ſie wolle lieber das Kind gar nicht taufen laſſen,(was ſchon beinahe der Fall zu ſeyn ſchien,) als den gemeinen, alten Brumm⸗ bären zum Pathen ihres Kindes zu haben. Doch gab Juliane in ſo weit nach, daß der General die Ehre haben ſolle, dem naͤchſten Kinde, wäre es ein Knabe, ſeinen Namen beizulegen. Ih⸗ re zweite Entbindung war ziemlich nahe. Mit dieſem Verſprechen zufrieden vernachlaͤßigte

Eheſtand 17 Bd.