Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1826)
Entstehung
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rief ſie ihm dem Zettel hinwerfend, daß ich Recht hatte. Mein Papachen will mir nicht verzeihen, aber der gute Lindore will mir eine Karte zum Feſt ſchicken. Das iſt um ſo groß⸗ muͤthiger, da ich ihn nicht darum bat. Aber freilich maskirt muß ich erſcheinen, und das iſt recht fatal, ich fuͤrchte, da kennt mich nie⸗ mand.

Abermals erhob ſich ein Streit. Heinrich ſchwur, ſie ſolle ſich nicht in ihr väterliches Haus ſtehlen, ſo lange ſie ſeine Gattin ſei. Die Dame beſtand darauf, ihr Bruder habe ſie eingeladen und ſo wolle ſie auch gehen. Der Streit endete ſich wie die meiſten Streite, je⸗ der Theil blieb feſter auf ſeiner als vorher.

Abends beſuchte Juliane eine große Geſell⸗ ſchaft. Als ſie eben aus einem Zi mer ins an⸗ dere ging, fuͤhlte ſie ſich von einem Papierku⸗ gelchen getroffen. Sich umwendend, um zu ſe⸗ hen woher es geflogen ſei, erblicte ſie in ih⸗ rem Bruder den Thäter. Mit ausgeſtreckter Hand ging ſie ihm entgegen; er reichte ihr einen Finger der ſeinigen, und mit einem kurzen, wie geht's Juliane? drehte er ſich um, mit irgend Jemand zu reden. Nichts ſchidert den Charakter des Geſchwiſterpaares trefflicher, als dieſe Zuſammenkunft. Von der Zeit an, wa⸗ ren ſie die beſten Freunde.

Eini⸗