Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1826)
Entstehung
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erreicht hatten, und der Poſtillon anhielt, ſeine Pferde Athem ſchöpfen zu laſſen, wendete er ſich gegen den Wagen und deutete nach einem hohen, ſchmalen grauen Hauſe, das in dem Thale unter ihnen lag und beinahe einem Thurme aͤhnlich ſah. Ein kleiner trüͤber See, mit kahlen Ufern, lag vor dieſer Wohnung. Hinter demſelben ſtieg eine Reihe rauher Felſengebirge bis zu den Wolken empor, an deren Abhäͤngen man einige mißra⸗ thene Anpflanzungen entdeckte. Die kleine Ebene war meiſt mit magern Ruͤbenfeldern angebaut, deren Befriedigung aus aufgehaͤuften Feldſteinen beſtand, die der Poſtillon Mauern nannte. Es war im November, der Tag rauh und kalt, und ein dichter eiſiger Frühregen ſiel herab. In der ganzen Natur herrſchte ein furchtbares Schweigen, nur zuweilen durch das Geſchrei der Seevoͤgel unterbrochen, welche uͤber dem See ſchwebten, auf deſſen ſchwarzen und aufgeruͤhrten Gewaͤſſern man nur ein kleines Boot, von einem einzigen Menſchen gerudert, mit Muͤhe entdeckte. Schaudernd rief Juliane:Guter Gott, welch' eine Scene? Wie bedauere ich die armen Unglucklichen, die verdammt ſind, einen ſolchen Ort zu bewohnen! Der Anblick ienes abſcheuli⸗ chen Gebäudes macht mir vollends uͤbel. ums Himmelswillen laß den Poſtillon zufahren! Ein nochmaliger bedeutender Blick des Fuͤhrers, brachte eine ſchnelle Roͤthe auf die Wangen des jungen Gatten. Verwirrt ſtammelte er:Schwer⸗