Die junge Schöne zerfloß in Thränen. Gluͤhend vor Zorn, ging der Graf mit großen Schritten im Zimmer auf und ab.
„Wenn's nur wenigſtens ein anderer wäre, als der abſcheuliche Herzog,“ ſchluchzte die lie⸗ benswuͤrdige Comteſſe.
„Und wenn es auch ein anderer wäre, als der abſcheuliche Herzog,“ ſpottete der Graf ihr in ihrem weinerlichen Tone nach,„ſo bekäme er dich doch nicht. Seitdem ich deinen Bruder ausſtattete, ließ ich es mein einziges Dichten und Trachten ſeyn, dieſe Verbindung zu Stan⸗ de zu bringen. Iſt dieſe vollzogen, dann bleibt meinem Ehrgeiz nichts zu wuͤnſchen uͤbrig. Alſo keine Thraͤnen weiter, die Sache iſt ſo gut als richtig. Suche dich dem Herzog angenehm zu machen und unterſchreibe fein den Heirathscon⸗ ttract, das iſt alles, was du zu thun haſt.
Zum Ruftut! haͤltſt du es denn fuͤr ein ſo groſ⸗ ſes Opfer Herzogin zu werden, wenn dir die⸗ ſes Opfer mit den glaͤnzendſten Juwelen, der praͤchtigſten Equipage und dem reichſten Wit⸗ thum in den drei Koͤnigreichen bezahlt wird?“
Juliane erhob das Koͤpfchen und trocknete die Augen. Der Graf bemerkte die Wirkung ſeiner Beredtſamkeit, auf die kindiſche Einbil⸗ dungskraft ſeiner Tochter, und fuhr fort, ihr die glanzenden Freuden, welche ihrer warteten, wolle ſie die Verbindung mit einem Mannz von
ſo hohem. und ſo großem Vermoͤgen ein⸗


