Teil eines Werkes 
1. Theil (1822)
Entstehung
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die raſſelnden Ketten verkuͤnden das Nieder⸗ laſſen der Zuabruͤcke, man vernimmt Stim⸗ men im Schloßhofe, Feuerbraͤnde leuchten dem Fremden, der nach des Burgherrn Ge⸗ mach geleitet wird.Wichtige Nachrichten von dem Heer! ruft man ein Eil⸗ bote! Oswald unterdruͤckt die Unruhe ſeines Herzens und befiehlt:Speiſe und Trank bringt, zuͤndet das Feuer an, laßt den Fremdling ein, und entfernt Euch!

Der Fremde tritt langſamen Schrittes ein; der Federſtutz auf dem Helm neigt ſich uͤber das Geſicht; eine Buͤffelhaut huͤilt in weiten Falten ſeine hohe Geſtalt, kaum wuͤrdigt er Oswalds Bewillkommnung einer Antwort; vielmehr zeigt ſein verächtliches Lacheln, daß er die Hinterliſt des Burgherrn kennt und verachtet, der die Fackel ſo zu

ſtellen ſucht, daß ihr Licht die Zuͤge des Kriegers beleuchtet, und ihm erlaubt ſie zu muſtern, ohne ihm ſein Geſicht zu zeigen.

und des Lichtes Wiederſchein glaͤnzt auf ſei⸗ nem blanken Harniſch. Er legt den Helm

Er wirft ſein ſchweres Gewand von ſich,