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Blut in ſeinen Adern; zuſammengekrampfte
Lippen, nur halb ausgeſprochne Drohungen zeigten, wie die Furcht der Reue folate. Solche Angſt unterbrach ſeinen Schlummer, und ploͤtzlich aufſchreckend erwachte Oswald.—
Nicht mehr waate er die Augen zu ſchließen, ſolch entſetzlichen Schlaf fuͤrchtend. Er ſieht nach der Lampe, hoͤrt den Glockenhall der Stunde, des Kaͤuzleins nächtliches Geſchrei und des Herbſtwinds ſchwermuthsvolle Stim⸗ me; zuweilen auch den uͤbeltoͤnenden Geſang der Wache, die ihre Zeit damit auszufuͤllen ſucht, und er neidet das Schickſal des armen Kriegers, der, wenn die Sonne ihn abloͤſt, auf ſchlechtem Lager liegt, und von duͤſtern Phantaſien nicht geſtoͤrt, dann feſt und ſorg⸗ los wie das Kind ſchlaͤft.
Das ferne Geraͤuſch eines herbeieilenden Renners trifft jetzt Oswalds Ohr; ſogleich ſpringt er vom Lager auf; Rache und Furcht allein machen ihm den Ton hoͤrbar, der noch
ein Echo in des Schloſſes Umgebung er⸗
weckte. Aber der Lörm kommt naͤher; Os⸗ wald hoͤrt die Wachen den Reiter antufen,


