Teil eines Werkes 
1. Theil (1822)
Entstehung
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und Gegenwart unter einander miſchend, waren in ſeinem Gefolge. Der Zeit voraus⸗ eilend, warf das Gewiſſen ihm ſchon jetzt das noch nicht vollfuͤhrte Verbrechen vor, und

rufte die mit ziſchenden Schlangen und toͤnend

geſchwungnen Geißeln bewaffneten Furien. Das Schaudern ihres Opfers beweißt, wie graͤßlich ihn ihre Schlaͤge zerreißen, und zeiget, was es fuͤr Ruhe iſt, die ein Verbre⸗ cher auf ſeinem einſamen Lager finden kann.

Auf Oswalds Geſicht zeigte ſich die ge⸗ heime Qual in nicht minder wechſelnden und dunkeln Zugen, als die Farben und Schatti⸗ rungen der Mondſtrahlen in den Tee war⸗

fen. Man konnte darin wahrnehmen die

Schaamröthe, das dunkle, wilde Zornfeuer der Wuth auf ihm unterſcheiden, während

kelbſt des Schlafenden zitternde Hand Schild

und Schwert zu ergreifen ſchien. Bald bra⸗ chen Seufzer aus ſeiner gepreßten Bruſt, bald netzte eine Zähre ſpin halbgeſchloßnes Augenlied, und die feuchte Bläſſe ſeiner Stirn vollendete den Ausdruck des ihn zerreißenden Schmerzes. Ein ſchnelles Erbeben eiſete das