Teil eines Werkes 
1. Theil (1822)
Entstehung
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ab, ſchuͤttelt den Nachttheu von ſeinem

Federſtutz, zieht ſeine Handſchuh aus, ſie

ans kniſternde Heerdfeuer legend, und ſetzt ſich an den zum Mahl bereiteten Tiſch, ohne Gruß, ohne irgend ein herkommliches Wort der Hoͤflichkeit. Mit gierigen Zuͤgen ſtͤrzt er die Becher hinter, und genuͤgt ſei⸗ nem maäͤchtigen Hunger mit eben ſo wenig Umſtänden, wie der heißhungrige Wolf ſei⸗ nen Raub verzehrt.

Der Wirth beobachtet ihn mit einer von Furcht gemiſchten Ungedult, waͤhrend er ruhig ſein Mahl vollendet und das Getraͤnk, das er hinunterſturzt, den Stolz auf ſeiner Stirn nur noch zu vermehren ſcheint. Bald tritt Oswald bei Seite, bald ſchreitet er mit ſtar⸗ ken Schritten durchs Gemach, kaum ſeine unruhige Bewegung bemeiſternd und innerlich jeden Augenblick des Verzugs verfluchend. Gleichwohl zittert er, als endlich das Ende dieſes verlaͤngerten Mahls erſcheint, und es däucht ihm, als haͤtten ſeine Lente nur zu ſchnell den Wink beachtet, ihn allein zu laſſen mit dem Frembling, um ſich nach den ge⸗