Teil eines Werkes 
7. Theil (1832)
Entstehung
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115⁵ aber bei dieſer habe ich mich in die Gränzen der un⸗ verletzlichen Treue, mit welcher ich die Wahrheit ach⸗ te, eingeſchloſſen, und ich würde mir ein Gewiſſen dar⸗ aus gemacht haben, ſie unter dem Vorwande, dem Rufe meines Vaters zu dienen, zu verhuͤllen. (Buch 15. Kap. 3.)

Wir haben geglaubt, dieſen Auszug geben zu muͤſ⸗ ſen aus Gerechtigkeit fur die ſchoͤne Geſchichtſchreibe⸗ rin. Wir werden auch einen Auszug aus ihrer Be⸗ ſchreibung von dem Tode des Kaiſers geben, und geſtehen ohne Schwierigkeit ein, daß das urtheil Gib⸗ bon's von dieſer Prinzeſſin voll Gerechtigkeit und Wahr⸗ heit iſt.

ungeachtet ihrer wiederholten Betheurungen, daß ſie mehr der Genauigkeit der ſtrengſten Wahrheit als dem Andenken ihres ſeligen Vaters opfere, be⸗ merkt Gibbon richtig, zeigt ſie anſtatt der Einfachheit im Style und in der Erzählung, welche Glauben ge⸗ winnt, eine muͤhſame Sucht nach Rednerſchmuck und Gelehrſamkeit, welche auf jeder Seite die Eitelkeit einer ſchriftſtelleriſchen Frau verraͤth. Der wahre Charakter des Alerius verliert ſich in einer unbeſtimm⸗ ten Zuſammenſtellung von Tugenden; ein beſtaͤndiger Ton der Lobhudelei und der Rechtfertigung erweckt unſer Mißtrauen, und läßt uns an der Wahrheits⸗ liebe der Geſchichtſchreiberin und dem Verdienſte ih⸗ res Helden zweifeln. Wir koͤnnen ihr jedoch nicht die Richtigkeit und Bedeutſamkeit dieſer Bemerkung