Teil eines Werkes 
7. Theil (1832)
Entstehung
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110 waren. Er benahm ſich dabei, als wenn ihm nicht die geringſte Erinnerung an das treuloſe Betragen die⸗ ſes Fürſten am Schluſſe des Gelages, wozu er früher eingeladen worden war, geblieben wäre. Doch wußte er auch, datz die Ritter des Tankred nicht allein eine ſtarke Bedeckung um das Haus, worin ſich Brunhilde befand, geſtellt hatten, ſondern auch geuau die Umge⸗ bungen des Blakernal⸗Pallaſtes bewachen ließen, ſowohl zur Sicherheit des Helden, der ihr Anführer war, als des Grafen Robert, des geachteten Gefährten ihrer kriegeriſchen Pilgerfarth.

Der allgemeine Grundſatz des Europaͤiſchen Ritter⸗ thums ließ ſelten nach einem Streite noch Mißtrauen walten, und alles Verziehene verſchwand aus dem Ge⸗ dächtniſſe, als dürfte es nie wieder vorkommen: aber bei der gegenwärtigen Gelegenheit hatten die Tages⸗ ereigniſſe eine zahlreichere Verſammlung von Truppen als gewöhnlich veranlaßt, ſo daß die Kreuzfahrer eine ganz beſondere Wachſamkeit ausüben mußten.

Man kann ſich denken, daß der Abend ohne einen Verſuch, die Feierlichkeit des Zimmers der Löwen zu erneuern, vorüber ging, welche früher ein ſo großes Mißverſtändniß veranlaßt hatte. Es wäre ein Glück geweſen, wenn eine Erklärung zwiſchen dem mächtigen Kaiſer von Griechenland und dem ritterlichen Grafen von Paris etwas früher hätte Statt finden können. Denn das Nachdenken über das Vorgefallene hatte den Kaiſer überzengt, daß die Franken kein Volk wä⸗