Teil eines Werkes 
7. Theil (1832)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

58

niederträchtigen Heiden Agelaſtes jenem Verrä⸗ ther Achilles Tatius?

Dieſes iſt mein Entſchluß, antwortete der Kaiſer. Und zum Beweiſe, daß ich nicht die Abſicht habe, meinem Urtheil nur eine ſcheinbare Vollziehung fol⸗ gen zu laſſen, wie ich es hinſichtlich Urſels gethan habe, ſo ſoll dieſer Treuloſe, dieſer Undankbare oben von der Treppe des Acheronbrunnens herab in das große Gemach, welches Gerichtſaal heißt, geführt wer⸗ den, an deſſen Ende alle Vorbereitungen der Hin⸗ richtung ſchon gemacht ſind; und ich ſchwöre....

Schwöret nicht, rief der Patriarch; ich verbiete es euch im Namen des Himmels, der durch meine Stim⸗ me ſpricht, ſo unwürdig ſie iſt. Erlöſchet nicht die Fackel, welche noch rauchet! Zerſtört nicht die ſchwa⸗ che Hoffnung, welche noch vorhanden ſein kann, daß ihr euch zur Aenderung eures Entſchluſſes yinſichtlich eures verirrten Eidams überreden laſſet, ſo lange ihm noch Zeit bleibt, eure Verzeihung zu erflehen. Er⸗ innert euch an die Gewiſſensbiſſe des Conſtantin!

Was will Eure Ehrwürden ſagen? fragte Irene.

Ein Kleinigkeit, ſagte der Kaiſer; eine Sache, die nicht werth iſt, aus einem Munde, wie dem des Pa⸗ triarchen zu kommen, da es nach aller Wahrſcheinlich⸗ keit ein Ueberreſt des Heidenthums iſt.

Was iſt das? riefen die beiden Damen mit Haſt, in der Hoffnung, Etwas zu hören, was ihre Gründe