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Irene, redet mir nicht, ſagte der Kaiſer, von den ſchönen Dingen, die man zu Gunſten des Erbar⸗ mens ſagen kann. Ich habe meine gerechte Rache hin⸗ ſichtlich des Empörers Urſel aufgegeben; und welchen Vortheil habe ich daraus gezogen? anſtatt daß dieſer verſtockte Greis nachgiebig und für die Großmuth, wo⸗ mit ich ihm das Leben und die Augen gelaſſen habe, erkenntlich ſeyn ſollte, mag er ſich kaum entſchließen, einige Anſtrengungen für einen Fürſten zu machen, wel⸗ chem er das Alles verdankt. Ich hielt gewöhnlich das Geſicht und den Lebensathem für Dinge, für deren Erhaltung man alle möglichen Opfer braͤchte, aber jetzt glaube ich, daß man ſie nur für Spielwerke hält. Sprechet mir daher hicht von der Erkenntlichkeit, mit welcher mir dieſer Undankbare lohnen wird.— Und glaubet mir, meine Tochter, ſetzte er hinzu, ſich zu Annen wendend: wenn ich euren Rath befolgte, ſo würden nicht allein alle meine Unterthanen mich aus⸗ lachen, daß ich einen Menſchen ſchonte, der ſo ent⸗ ſchieden mir den Untergang geſchworen hatte, ſondern ihr ſelbſt wuͤrdet mir zuerſt die Handlung thörichter Nachſicht vorwerfen, welche ihr mir in dieſem blicke ſo ſehr zu entreißen ſucht.
Der Willen Ew. Majeſtät, ſagte der Patriarch, geht alſo entſchieden dahin, daß euer unglücklicher Eidam mit dem Tode beſtraft werden ſoll, weil er ſich in je⸗ ne Verſchwörung eingelaſſen hat, getäuſcht von jenem


