52 uebereinſtimmung. Er empfing den ſchon erwähnten Befehl mit um ſo weniger Eifer, als ihm der Akoln⸗ thos zum Collegen beigegeben wurde; denn, wie der Leſer ſich erinnern wird, dieſe beiden Befehlshaber hatten zwei verſchiedene Heeresabtheilungen unter ſich, und lebten nicht im beſten Einverſtaͤndniſſe. Der Akoluthos ſelbſt betrachtete die Zugeſellung des Pro⸗ toſpathairen weder als einen Beweis des kaiſerlichen Vertrauens, noch als eine Bürgſchaft für ſeine eigene Sicherheit. Indeſſen er befand ſich im Blakernal, wo die Pallaſtſelaven niemals zauderten, einen Kronbeam⸗ ten hinzurichten, ſobald ſie den Befehl dazu erhielten. Die beiden Generäle hatten daher keine andere Wahl, als zu gehorchen, wie zwei Windhunde, welche man wider ihren Willen an dieſelbe Koppel bindet. Achil⸗ les Tatius hoffte ſich vermittelſt ſeines Auftrags an Tankred aus der Schlinge ziehen zu können, darnach dachte er, daß der Ausbruch der Verſchwörung Statt finden und ohne Hinderniß gluͤcken könne, mochte nun die Empörung von den Lateinern gewünſcht und unter⸗ ſtützt, oder von ihnen als gänzlich gleichgültiges Er⸗ eigniß angeſehen werden.
Der letzte Befehl des Alexins beſtand darin, daß ſie zu Pferde ſteigen ſollten, ſobald ihnen die große Trompete der Wäringer das Zeichen dazu geben würde, daß ſie ſich an die Spitze der in ihren Caſernenhoͤfen aufgeſtellten Angelſachſen ſtellen, und die weiteren Befehle des Kaiſers abwarten ſollten.


