26 den verſchiedenen Urſachen beimaßen, die, wie ein dumpfes Gerücht ging, eine allgemeine und furcht⸗ bare Empörung verurſachen zu ſollen ſchienen.
Auf Befehl des Kaiſers hatte man regelmäßige Schranken eingerichtet mit Thoren sder Eingängen an beiden Enden wodurch die beiden Kämpfer eintre⸗ ten ſollten; dabei verſtand es ſich, daß jeder von ihnen einen Aufruf an die Gottheit in den Formen ſeiner Kirche machte. Dieſe Schranken befanden ſich am weſtlichen Ufer der Meerenge. In geringer Entfer⸗ nung ſah man die Stadtmauern in ihrer mannigfal⸗ tigen Bauart, mit ihren vierundzwanzig Thoren oder Pförtchen, wovon fünf auf der Landſeite, und neun⸗ zehn auf der Waſſerſeite lagen. Dieß Alles bot ein prachtvolles Schanſpiel dar, welches großen Theils heut zutage noch beſteht. Die Stadt hat ungefähr fünf Stunden im Umkreiſe; und da ſie auf allen Seiten von hohen Cypreſſen umgeben wird, ſo ſcheint ſie ſich aus einem Walde dieſer herrlichen Bäume zu erheben, die zum Theile die Thürme, Pfeiler und Thürmchen verdecken, welche damals die Stelle vieler ehrwürdi⸗ gen Chriſtentempel bezeichneten, und die gegenwaͤrtig im Allgemeinen die Lage von ebenſovielen muhame⸗ daniſchen Moſcheen verkündigen.
Die Schranken waren auf allen Seiten mit Stufen für die Zuſchauer umgeben. In der Mitte dieſer Sitze und genau dem Mittelpunkte der Schranken gegen⸗ über war ein Thron für den Kaiſer errichtet, und von


