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Neunundzwanzigſtes Kapitel.
S, Verſchworung! So ſchen'ſt du dich, die unheilvolle Stirn Bei Nacht zu zeigen, wo das Boͤſe waltet? D dann, wo findeſt du bei Tag die Hoͤhle Finſter zu decken deine Mißgeſtalt? Verſchwoͤrung, ſuche keine! huͤlle dich In Laͤcheln freundlicher Leutſeligkeit, Denn ſchreiteſt du im wahren Antlitz vor, So iſt der Erebus nicht ſchwach genug, Dich vor Entdeckung zu verhuͤllen.
Julius Caſar.
Endlich erſchien dieſer wichtige Morgen, woran nach der kaiſerlichen Bekanntmachung der Zweikampf zwi⸗ ſchen dem Cäſar und dem Gafen von Paris Statt ſinden ſollte. Dieſer Umſtand war den griechiſchen Sitten faſt ganz neu; und folglich knüpfte das Volk ganz andere Vorſtellungen daran, als die abendländi⸗ ſchen Nationen, welche ein ſolches Gefecht als ein feierliches Gottesurtheil betrachteten. Daraus ent⸗ ſtand eine unbeſtimmte, aber heftige Aufregung unter den Einwohnern Conſtantinopels, welche das unge⸗ wöhnliche Schauſpiel, deſſen Zengen ſie werden ſollten,
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