107 elendeſten Sterblichen, vollends ſeinen Leidenskelch zu leeren, wozu ihn ſein Schickſal verdammt hat.
Noch ein Mal! noch ein Mal! ſagte der Kaiſer bei⸗ ſeite zu Duban; noch ein Verſuch! Es iſt mir wichtig zu wiſſen, bis zu welchem Grade er ſeiner Sinne mächtig iſt, oder in wiefern ſie ihn verlaſſen haben.
Ich möchte aber nicht⸗ antwortete der Arzt, ſo nnvorſichtig und ſo grauſam ſeyn, um bei ihm in ei⸗ nem ungünſtigen Augenblicke eine gänzliche Geiſtesab⸗ weſenheit hervorzubringen, welche ihn in einen förm⸗ lichen Wahnſinn vder Zuſtand von Betäubung ver⸗ ſetzen würde, aus welchem er ſobald nicht herauskom⸗ men möchte.
Gewiß nicht, ſagte Alexius. Meine Befehle find die eines Chriſten an einen andern, und ich verlange nicht, daß ihr den Gehorſam weiter ausdehnt, als was gottliche und menſchliche Geſetze erlauben.
Er ſchwieg einige Augenblicke, nachdem er dieſe Er⸗ klärung gemacht hatte; aber nur ſehr wenige Minuten verſtrichen, ehe er von Neuem in den Arzt drang, ſeine Fragen an den Gegenſtand ſeiner Beſorgniſſe fortzuſetzen.
Wenn ihr glaubt, ſagte Duban, welcher über das Vertrauen ſtolz war, das der Kaiſer gezwungen war, ihm zu ſchenken, daß ich nicht im Stande bin, über die meinem Kranken angemeſſene Behandlung zu ur⸗ theilen, ſo muß Ew. Kaiſerl. Maj. die Mühe über⸗


