Teil eines Werkes 
6. Theil (1832)
Entstehung
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ihrem ganzen Glanze wieder erſcheinen zu laſſen; und dieſer Angenblick iſt jetzt gekommen. Befühle ihm alſo den Puls, Duban, und behandle ihn als einen Menſchen, der eine ſtrenge Gefangenſchaft mit allen daraus folgenden Entbehrungen erlitten hat, und der im Begriffe iſt, plötzlich in den vollen Gennß des Le⸗ bens, ſo wie alles deſſen, was das Leben ſchätzbar machen kann, geſetzt zu werden.

Ich werde mein Beſtes thun, antwortete Duban; aber Ew. Maj. muß beobachten, daß wir mit einem ſchwachen und erſchöpften Weſen zu thun haben, deſſen Geſundheit faſt gaͤnzlich zerrüttet ſcheint, und folglich in jedem Augenblick erlöſchen kann, wie dieſes bleiche und zitternde Licht, deſſen unſicherer Zuſtand ſehr dem Lebeushauche gleicht, der noch in dieſem Unglücklichen zurückgeblieben iſt⸗

Duban, laß daher ein paar Stumme kommen, wel⸗ che im Innern des Pallaſtes dienen, und dir mehrere Male bei ähnlichen Gelegenheiten als Helfer gedient haben. Doch halt! Eduard, du biſt behender, hole du die Stummen. Sage ihnen, ſie ſollten eine Sänfte bringen, um den Kranken fortzuſchaffen. Duban, du wachſt über ſeine Fortſchaffung. Laß ihn auf der Stelle in ein paſſendes Gemach bringen, aber nur ins geheim. Gieb ihm ein Bad; verwende auf ihn alle Hülfe, welche ſeine Kräfte wieder beleben kann, denn du darſſt nicht vergeſſen, daß er, wenn es möglich iſt, morgen oͤffentlich erſcheinen ſoll.