Teil eines Werkes 
6. Theil (1832)
Entstehung
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101 auch du Duban, deſſen Kenntniſſe in der Heilwiſſen⸗ ſchaft im Stande ſind, die Bürde der Jahre aufzu⸗ wiegen, welche auf dir laſten.

Ew. Hoheit iſt ſehr gütig, ſagte Duban, aber ſeine weitere Rede wurde durch einen heftigen Anfall von Huſten unterbrochen, welcher die Folge ſeines ho⸗ hen Alters, ſeiner ſchwachen Leibesbeſchaffenheit, des feuchten Kerkers und der Ermüdung von dem Hinab⸗ ſteigen einer langen und ſteilen Treppe war.

Du biſt nicht gewohnt, an einem ſolchen Orte Kran⸗ kenbeſuche zu machen, ſagte Alexius, und doch nöbhi⸗ gen uns Staatsruͤckſichten, in dieſe düſteren Kerker Leute zu bringen, welche ebenſowohl in Wirklichkeit als dem Namen nach unſere geliebten Unterthanen ſind.

Der Arzt huſtete fortwaͤhrend; vielleicht wollte er ſich dadurch überheben, einen Beifall zu geben, wel⸗ chen er vermöge ſeines Gewiſſens nicht leicht einer Bemerkung ſchenken konnte, die an ſich durchaus nicht wahrſcheinlich ſchien, obwohl ſie von einem Manne kam, der mit Sachkenntniß ſprechen mußte⸗

Ja, Duban, fuhr der Kaiſer fort, in dieſen feſten marmornen und eiſernen Mauern haben wir fuͤr uö⸗

thig befunden, den furchtbaren Urſel einzuſchließen: der ganzen Welt verkündete das Gerücht ſeine kriege⸗ riſchen Kenntniſſe, ſeine Staatsweisheit, ſeine per⸗ ſönliche Tapferkeit und ſeine anderen edlen Eigenſchaf⸗ ten, welche wir genöthigt waren in der Finſterniß zu begraben, um ſie zu gehöriger Zeit in der Welt in