95 deren umſtanden als unregelmaͤßig betrachtet werden koͤnnte.
Es ſey, meine Mutter. Obwohl ich vielleicht zu ſchnell eingewilligt habe, einen Miſſethaͤter der Ge⸗ rechtigkeit meines Vaters zu entziehen, ſo fuͤhle ich doch, daß ich für ſeine Sicherheit alle Mittel anwen⸗ den muß, welche in meiner Gewalt ſtehen.— Ich habe meinen Vater am unteren Ende der Treppe ge⸗ laſſen, welche Brunnen des Acheron heißt, in dem Gefangniſſe eines Blinden, den er urſel genannt hat.
Heilige Maria! ſchrie die Kaiſerin, du haſt einen Menſchen genannt, deſſen Namen ſeit langer Zeit nicht oͤffentlich iſt ausgeſprochen worden.
Hat die Furcht vor Gefahren, welche ihm von den Lebenden drohen, ſagte der Caͤſar, den Kaiſer bewo⸗ gen, die Todten zu beſchworen?— Seit drei Jah⸗ ren hat urſel aufgehoͤrt zu ſeyn.
Einerlei, entgegnete Anna Comnena; ich ſage euch die Wahrheit. Mein Vater war noch vor einem Au⸗ genblicke im Geſpraͤche mit einem elenden Gefangenen⸗ welchen er alſo nannte.
Das iſt eine Gefahr mehr, ſagte Nicephorns. urſel kann nicht den Eifer vergeſſen haben, mit wel⸗ chem ich die Sache des gegenwärtigen Kaiſers gegen ihn erfochten habe; und ſobald er in Freiheit ſeyn wird, wird ſein erſtes Geſchäft ſeyn, ſich dafuͤr zu raͤchen. Ich muß in dieſer Hinſicht mich vorſehen, ob⸗


