Teil eines Werkes 
6. Theil (1832)
Entstehung
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2 93 Kopfſchütteln, aber mit bei weitem milderen Tonez dieß waren einſt eure Worte; dieß waren vielleicht damals eure Gedanken; aber wer wird mir heute ihre Aufrichtigkeit verbürgen?

Dieſe Geiſtesgaben, dieſe Schönheiten ſelbſt, ſagte Nicephorus.

Und wenn das noch nicht genug iſt, ſetzte Irene hin⸗ zu, ſo wird eure Mutter für ihn bürgen. Und hal⸗ tet meine Buͤrgſchaft in dieſer Angelegenheit nicht für unzulünglich. Ich bin eure Murter, ich bin die Ge⸗ mahlin des Alerius Comnenus, und bin mehr als ir⸗ gend Jemand bei der Vermehrung und dem Wachs⸗ thume der Macht und Würde meines Gemahles und meiner Tochter betheiligt; aber ich ſehe hier die Ge⸗ legenheit, eine Handlung der Großmuth auszuüben, alle Wunden des kaiſerl. Hanſes zu heilen, und das Staatsgebäude auf eine in Zukunft unerſchütterliche Grundlage zu ſtellen, ſofern in dem Menſchen noch Aufrichtigkeit und Erkenntlichkeit leben.

Wir müſſen alſo, ſagte die Prinzeſſin, ein gewiſſes Vertrauen in jene Aufrichtigkeit und Erkenntlichkeit ſetzen, da dieß euer Wille iſt, meine Mutter; obwohl die Kenntniſſe, welche mir in dieſer Hinſicht Welt⸗ Studium und Erfahrung gegeben haben, mich beſtim⸗ men, euch die Unklugheit dieſes Verfahrens zu bemer⸗ ken. Aber wenn auch wir dem Nicephorus ſeine Irr⸗ thuͤmer verzeihen können, ſo ſteht es doch nur bei dem